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Die Artischocke (Cynara cardunculus, Syn. Cynara scolymus) ist eine distelartige, kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Sortengruppe der Artischocken wird wegen ihrer essbaren knospigen Blütenstände angebaut und als Blütengemüse verzehrt. Ebenfalls zu Cynara cardunculus zählt das Blattgemüse Cardy.
Die Artischocke ähnelt in allen Teilen ihren wilden Vorfahren, Cynara cardunculus. Sie ist ausdauernder: Nachdem sich im Herbst des ersten Vegetationsjahres eine grundständige Blattrosette gebildet hat, werden etwa fünf Jahre lang 0,5 bis zu zwei Meter hohe Stängel mit Blütenständen gebildet. Die zwei- bis dreifach fiederschnittigen, stacheligen Laubblätter sind bis zu 80 cm lang und 40 cm breit; die Unterseite ist graufilzig behaart.
Die körbchenförmigen Blütenstände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Im Vergleich zu wild wachsenden Formen sind die Blütenstände größer. Durch eine frühere Blütezeit sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Der Blütenstandsboden ist stark fleischig. Die unten fleischigen Hüllblätter sind bei kultivierten Formen kaum stachelig. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten Röhrenblüten. Es werden zwei bis acht Millimeter lange Achänen mit einem Pappus aus zwei bis 3,5 Zentimeter langen, federigen Borsten gebildet.
Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in Säften, Tees, Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an speziellen Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt.
(Quelle Wikipedia)

Früher
priesen Straßenverkäufer in der Provence sie mit dem Kaufruf:
"Artischocken - sie erhitzen Leib und Seel!" an!
Es wurde an die erotisierende Wirkung des Gemüses geglaubt.
Die Töchter wurden gar einst nachdrücklich vor den angeblichen Folgewirkungen (!) gewarnt.
Das Sinnliche an diesem Delikatessgemüse ist jedoch nur die Art des Genießens:
Die einzelnen Blättchen werden mit den Fingern abgezogen ("entblättert")
und in einen Dip getaucht. Das zarte Fruchtfleisch sitzt an den Blattinnenseiten.
So dringt man langsam zum Herz der Artischocke vor - dem geschmacklichen "Höhepunkt". Wenn Sie dann die Blättchen noch in einen Eier-Dip tauchen (auch Eier sind aphrodisierend)...
Artischocken - blühend eine schöne Zierpflanze
Linktips zur Artischocke
Goethe-Zitat
zur Artischocke
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