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Thomastag

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Thomas war ein Jünger Jesu. Als die Nachricht von dessen Auferstehung ihn erreichte, glaubte er zunächst nicht daran. In der Bibel heißt es, daß Jesus ihm noch einmal erschien. Als er die Finger in die Wunden Christi legen konnte, glaubte er endlich. Man gab Thomas den Tag der längsten Dunkelheit (Wintersonnenwende, meist am 21.12., manchmal auch erst am 22.12.) als Festtag, weil er am längsten von Zweifeln geplagt war.

Am Thomastag säte man in Bayern Gerstenkörner in einen Topf mit guter Erde und stellte ihn in die warme Stube. Nach Weihnachten orakelte man an der aufgelaufenen Gerste das Wetter des kommenden Jahres;jeder Tag nach Weihnachten bedeutete ein Monat. So las man Feuchtigkeit, Trockenheit, starkes Wachstum, frühes Gilben usw. an der Gerste ab.

Nach einem anderen Brauch wurde eine Zwiebel durchgeschnitten und anhand der Stärke der Zwiebelringe das kommende Winterwetter bestimmt. Zwiebelschale dünn und fein, soll der Winter milde sein; Zweibelschale dick und zäh, harter Winter.

Die Frauen sollen in dieser Nacht das letzte Früchtebrot backen, damit sie noch mit bemehlten Händen im Garten die Obstbäume umarmen können, sonst steht es für die kommende Ernte schlecht!

Träume sollen in Erfüllung gehen, wenn man sich in der Thomasnacht verkehrtherum ins Bett legt. Außerdem nannte man denjenigen, der am längsten schlief den "Thomasesel".

Bauernregeln des Thomastages:

Am Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschritt.
Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.
Friert's am kürzesten Tag, ist's immer eine Plag.

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Aktualisiert am 15.07.2018