Dreikönigstag (Epiphanias) Brauchtum am 6.1. Tag
der Heiligen Drei Könige 
Denn am Ende sind wir alle pilgernd Könige zu Ziele
(Johann Wolfgang von Goethe)
"Als nun Jesus geboren war in Betlehem in Judäa, in den Tagen
des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach
Jerusalem, die sprachen: „Wo ist der neugeborene König der Juden?
Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um
ihn anzubeten!“ (Matthäusevangelium).
An Dreikönige ziehen in manchen (katholischen) Gegenden Kinder
(Sternsinger) durch die Straßen und singen Lieder von Gottes Licht,
das in der Finsternis scheint und bringen damit den Segen Gottes in die
Häuser. Anschließend schreiben sie über der Haustür
: C+M+B. Viele denken, es wären die Abkürzungen für die
Vornamen der Heiligen Drei Könige. Nein, diese Buchstaben stehen für
die Worte "Christus Mansionem Benedicat" ( Christus segne dieses Haus).
Im Original des Matthäus-Evangeliums heißen die Heiligen
Dreikönige noch "Die Weisen aus dem Morgenland". "Und sahen
das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze
auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe". Erst seit dem
6. Jh. sind die bis dahin Namenlosen zu den Heiligen 3 Königen Caspar,
Melchior und Balthasar getauft worden und auch verehrt. Als Schutz vor
Ungklück geltend wurde - und wird noch heute in ländlichen Gegenden
- auf den Türrahmen oder Türbalken Formel C+M+B (
mit Jahreszahl und Kreuz) geschrieben: "Christus Mansionem Benedicat"(Christus
segne dieses Haus). Beim "Sternsingen" ( im 16. Jahrhundert erstmals
urkundlich erwähnt) ziehen als Vertreter der Heiligen Drei Könige
heute noch - meist Ministranten - von Haus zu Haus, um
für caritative Zwecke zu sammeln.
Man reinigte an diesem Tag die Wohnräume und Stallungen mit
Weihrauch von bösen Wintergeistern. Als Wetterorakel
legte man früher eine halbierte, mit Salz bestreute Zwiebel auf das
Fensterbrett.
Dann deutete man aus der Trockenheit bzw. Feuchtigkeit
die durchschnittliche Wetterlage des kommenden Jahres.
In Frankreich ist es Brauch, im Kuchen (Dreikönigskuchen")
für den heutigen Tag eine Bohne mit einzubacken, die Glück bringen
soll. Vor allem für Kinder ist macht es Spaß, denn wer sie findet,
ist der "Bohnenkönig" und bekommt eine goldene Pappkrone auf. Man
kann auch drei verschiedene Bohnen einbacken: wer die schwarze Bohnen findet,
der darf an diesem Tag den Mohren Balthasar spielen, wer die graue in seinem
Stück Kuchen entdeckt, der ist der König Melchior; die weiße
Bohne ist für den König Kaspar. Der "Gugelhupf"
ähnelt in der Form einem Turban, deshalb glaubt man im Elsass, die
Heiligen Drei Könige hätten ihn dorthin gebracht (während
man in Österreich erzählt, daß Maria Antoinette ihn aus
Versailles mitgebracht hat).
Gemälde
Jacob Jordaens Der Bohnenkönig
Als "Pflanze des Tages" kann man Ornithogalum
umbellatum, den doldigen Milchstern, ein weiß blühendes winterhartes
Zwiebelgewächs aus der Familie der Liliengewächse , volkstümlich
auch "Stern von Betlehem" genannt,
anführen.. Er blüht von Frühjahr bis Sommer mit nur 10 cm
Wuchshöhe oder bei den hohen Arten mit 120 cm Höhe. Die
Blüten sind becher- oder sternförmig und glänzen in der
Abenddämmerung (deshalb der Name), einige haben einen guten Duft.
Er gehört zur Essenzengruppe der 39 klassischen Bachblüten nach
Dr. Bach.
Geschenk- und Buchttipps:
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