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Zauberpflanze Alchemilla vulgaris Gewöhnlicher FrauenmantelAlchemilla mollis, Frauenmantel Foto Wolfgang Brandt

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Alchemilla xanthochlora ROTHM., Alchemilla vulgaris auct., Alchemilla vulgaris LINNÉ , Alchemilla erythropoda, Alchemilla alpina, Alchemilla mollis (Weicher Frauenmantel)
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Der botanische Name des Frauenmantels leitet sich vom arabischen alkemelych (Alchemie) ab. Die Alchemisten versuchten, "Gold" aus seinen "Tautropfen" zu gewinnen...
Der Frauenmantel scheidet das Wasser durch feine Poren am Blattrand aus. Diese "Gutatationstropfen" an den Blättern, aktiv von der Pflanze ausgeschiedenes Wasser, wurde auch "Tau" genannt und wahrscheinlich kommt daher der Ausdruck. Schon die Druiden begehrten dieses "Pflanzenwasser", denn es diente ihnen zur rituellen Reinigung bei kultischen Handlungen.Viele seiner Volksnamen beziehen sich auf diesen Tropfen auf den Blättern, die die Pflanze so reizvoll machen.
Der Name "Gewittergras" kommt von der Annahme, daß Frauenmantelkränze, an Fenstern, Türen oder auf dem Dachfirst angebracht, vor Blitzschlag schützen sollten. Sich ankündigenden Regen erkennen Sie, wenn der Frauenmantel „schwitzt“ - also ist er eine Wetterpflanze...
"Uns Sinau" schließlich leitet sich vom mittelhochdeutschen ab (sintowe=Immertau), weil der Wassertropfen auch noch stehen bleibt, wenn der Tau verdunstet ist.
Alchemilla - Foto Wolfgang Brandt

Tabernaemontanus rät: Dieses Kraut in Regenwasser, oder aber Löschwasser, darin die Schmied das glühende Eisen ablöschen, gesotten und mit demselbigen Wasser die heimlichen Örter der Weiber gewaschen, dringet es dieselbigen zusammen als wenn sie Jungfrauen werend." Die Tropfen wurden früher auch gesammelt, um sich damit das Gesicht zu waschen - für eine schöne Haut und gegen Sommersprossen.Im Mittelalter sammelten auch die Alchimisten die Wassertröpfchen vom „Synnaw“ – waren sie doch von der Pflanze gefiltertes und verfeinertes Wasser, also eine Art natürliches Destillat. Sie verwendeten den "Sonnenthau" zur Bereitung des „Steins der Weisen“, jener geheimnisumwobenen Substanz, die alle unedlen Metalle in Gold und jede Krankheit in Gesundheit verwandeln soll.

Später gab der Frauenmantel, der seinen Namen von der Form seiner Blätter, die früher mit dem Umhängemantel Marias verglichen wurden, bekam und traditionell bei allen möglichen "Frauenleiden" angewendet wurde, eine ideale "Marienblume" ab . Er „pflanzt sich, ganz im Sinne der unbefleckten Empfängnis, nur eingeschlechtlich fort“ . Und weil die Alchemilla das Wasser aus dem Boden aufnimmt, es reinigt und schließlich wieder an den Himmel abgibt, wollten die Christen im „Himmelstau“ sogar den Läuterungsprozeß der Seele erblicken.

Frauenmantel mischt sich zum Räuchern gut mit Primula, Malve, Mariendistel, Goldrute, Ringelblume..

Als Rosengewächs paßt es wunderbar zu Rosen; die Pflanze samt sich bereitwillig (oder lästig - je nachdem, wie man das sieht) aus, will man das vermeiden, schneidet man die verblühten Stengel ab. Dann treibt se auch attraktiv wieder aus.

Alchemilla mollis Frauenmantel. Die Sorte 'Thriller' unterscheidet sich von dem gewöhnlichen Frauenmantel durch einen intensiveren Blütenfarbton, ein leuchtendes Gelb, dass sofort herraussticht.
Alchemilla erythropoda, der Zwergige Frauenmantel bleibt, wie der Name sagt, kleiner und breitet sich nicht so stark aus.

HeilpflanzeHeilpflanze Frauenmantel

Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt
Wie keines ringsherum es hat.
Mit zierlich eingekerbtem Rand
Ist für den Tau es angespannt,
Recht als ein Schälchen hingestellt,
in welches Perl`auf Perle fällt.
So hebt es auf des Himmels tau,
der niedersinkt auf Flur und Au`,
Manch Elflein gegen Morgen kommt,
das dürstet, dem zu trinken frommt,
Schöpft aus dem Schüsselchen und spricht:
Ein bessres Labsal gibt es nicht
(Johannes Trojan)

"Aller Frauen Heil" heißt die Pflanze im Volksmund. Daß Alchemilla vor allem die Krankheiten der Frauen in Gesundheit wandeln kann, sieht man dem schüsselartigen Blatt, in dessen Mitte eine Wasserperle ruht, schon an - es erinnert an den weiblichen Schoß. Wegen seiner Kraft gegen Frauenleiden weihten die vorchristlichen Hebammen und Kräuterweiber den späteren "Unser Frowen Mantel" der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Frigga. Mit dem Frauenmantel hatte die Göttin den Frauen ein Mutterkraut geschenkt, das – insbesondere bei abnehmendem Mond gebraucht – die Macht besaß, Blutungen zu stillen oder Geburtswunden zu schließen. Die Germanen verehrten sie einst als Spenderin des Ehesegens und brachten ihr Milch- und Räucheropfer dar, damit sie über die Gebärenden wachte.
Gesammelt werden sollte die Pflanze in den "Frauendreißigern"
"Die Zeit seiner Destillierung ist Wurzel und Kraut mit aller Substanz gehackt und im Ende des Meyen/ oder zwischen den zweyen unser lieben Frauen Tagen gebrant" (Lonicerus).
Frauenmantel ist nützrlich bei Menstruationsbeschwerden und weil die Pflanze „schwitzt“, also ausgleichenden Einfluß auf den Wasserhaushalt zeigt, beeinflußt sie auch das „Schwitzen“ in den Wechseljahren. Sie wird meist - getrocknet - in Teemischungen verwendet.
"Der Tee vom Frauenmänteli ist lieblich und angenehm; mit Schlüsselblüemli gemischt, geht er über den chinesischen Tee und ist weit gesünder als dieser; er beruhigt die Nerven und gibt gesunden Schlaf." (Künzle).

"Wenn eine Frau, ,die weiche Brüste hat, in die Badstube geht
und im Ausgang ein mit Sinau genetztes Tüchlein überlegt,
bekommt sie straffe Brüste".

LiebespflanzeAls "Liebespflanze" ist der Frauenmantel heute noch nützlich, weil aus ihm zubereiteter Tee die Unterleibskrämpfe lindert, die ein erfülltes Liebesleben verhindern. Im Alpenraum verzehren die Alten das Kraut heute noch, weil es keineswegs nur die weiblichen Organe stärkt, sondern auch (aufgrund der enthaltenen Phytosterine) die Potenz erhält.

Frauenmantelkraut (Tee)

Buchtipps

AlchemillaAlchemilla. Eine ganzheitliche Kräuterkunde von Margret Madejsky
Eisele, Helga / Gerda Pighin / Bärbel Schermer Frauenmantel und Zaubernuss 128 S. Knaur 2006
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