Themen:
Amulette
Aphrodite
Beruf- / Beschreikräuter
Blumensprache
Heilpflanzen
Hexenpflanzen
Linktipps
Liebespflanzen
Orakelpflanzen
Räucherpflanzen
Weihkräuter
Wetterpflanzen
Zauberpflanzen:
Apfel
Bärlauch
Baldrian / Beifuss
Beinwell / Brennessel
Christrose
Dachwurz
Efeu / Eibe / Erdbeere
Farn / Fenchel
Flieder / Frauenmantel
Ginkgo
Haselnus / Herbstzeitlose
Holunder
Johanniskraut
Knoblauch
Lavendel / Linde
Löwenzahn / Lungenkraut
Maiglöckchen / Malve
Mandragora / Minze
Mistel / Mohn
Petersilie
Rosmarin
Safran / Salbei
Thymian
Waldmeister / Wegwarte
Weide / Weinraute
- Weitere Zauberpflanzen
Magische Tage:
Advent
Dreikönige
Dreisgenzeit
Johannistag
Maria Himmelfahrt
Silvester
Thomastag
Walburgisnacht
Sonstiges:
Gartenshop
Grußkartenservice
Copyright-Hinweis
Datenschutz
Impressum
Kontakt
Partner, Werbung
Persönliches
Suchen


zurück nach oben
|
Apium, Bittersilche, Bockskraut, Eppich, Peterlein, Peterling, Stehsalat,
Suppenwurzel
In Ägypten spielte Petersilie im Totenkult eine Rolle; man bestattete
die Toten mit Kränzen aus Eppich und Petersilie. Herkules soll
sich auf Festen mit einem Petersilienkranz geschmückt haben, Petersilienkränze
spielten damals die gleiche ehrende Rolle wie später der sprichwörtliche
Lorbeer. Die Griechen trugen bei festlichen Anlässen Petersilienkränze
auf ihren Köpfen, um der Trunkenheit vorzubeugen (!). Die vitamininreiche
Petersilie galt im Mittelalter als Hexen- und Geistervertreiber, gleichzeitig
als Unglückskraut und als Arznei gegen die verschiedensten Gebrechen.
Der
Preßsaft von frischen Blättern der Petersilie schützt die
Haut vor Mückenstichen.
In der Kräuterheilkunde wird sie angewendet bei Leberleiden
(Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis, Prostatis).
Hildegard von Bingen schrieb: "Wer im Herzen oder in der Milz
oder in der Seite Schmerzen leidet- der koche Petersilie in Wein, unter
Zugabe von etwas Weinessig und reichlich Honig und seihe durch ein Tuch
ab. Den so zubereiteten Herzwein trinke er oft , und es heilt ihn."
Der Herzwein von Hildegard ist ein Universalherzmittel, bei Herzschmerzen,
nach Herzinfarkt, Herzklappenfehler, Altersherz, Basistherapie und Entgiftung.
Das Rezept dazu: 1 l Rotwein mit 1-2 Eßl. Weinessig, 7 Stengel Petersilie
in einen Topf geben und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten leicht köcheln
lassen. Dann den Honig hinzugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen.
Den Herzwein nun durch ein Sieb gießen und in Flaschen abfüllen.
Im Kühlschrank aufbewahren. Anwendung und Dosierung: 1-2 Schnapsgläser
pro Tag trinken (darauf achten, daß man die Wurzeln von der "Krause
Petersilie" nimmt - nicht Wurzelpetersilie ! Außerdem nur Imkerhonig
und nur guten Weinesssig (6%igen), sonst ist die Wirkung des Rezeptes hin
!) (Quelle)
Petersilie braucht so lange zum Keimen, weil sie nach altem Aberglauben
neunmal zurück zum Teufel geht. Aber das kann man verhindern, indem
man sie am Karfreitag aussät! Das ist der einzige Tag des Jahres,
an dem der Teufel machtlos ist...
Wenn die Petersilie nicht aufgeht, wird bald die Person sterben,
die sie gesät hat; auch das glaubte man früher.
Petersilie ist eines der beliebtesten konventionellen Küchenkräuter
der Gegenwart, das man frisch (aus dem Garten von April bis Oktober)
oder getrocknet verwenden kann. (Darf aber nie mitgekocht werden!). Die italienische Petersilie – P. crispum v. neapolitanum - mit einfachen
glatten Blättern und hervorragendem Aroma ist noch besser als die
bei uns üblichen gekräuselten Sorten.
Rezepte
mit Petersilie
Das
Küchenkraut läuft - in der richtigen Verwendung - zum außergewöhnlichen
Stimulans auf. Lechthaler überschreibt eines seiner Kapitel in einem
Kochbuch: "Der sündige Sud des Suppenkrauts oder warum ausgekochte
Liebende darin den idealen Treibstoff für Triebe erkennen". Die
"Consomme double" (doppelte Kraftsuppe) baut Männer vorher und nachher
auf!
Den Kriegern Athens war Petersilie in Kampfzeiten verboten, weil
man glaubte, daß sie sexuelle Energien aufheizte.
In der "Odyssee" steht zu lesen, daß die Insel der Nymphe Kalypso,
als sie Odysseus verführte, mit einem Teppich von Petersilie bedeckt
war.
Im Mittelalter galt die Petersilie als Hexenkraut und aphrodisisch
wirkende Pflanze. Ihre Wurzeln wurden im Mittelalter in die erotisierend
wirkenden Flugsalben gemischt und den Philtren, den Liebesgetränken
zugesetzt. Zum heute noch wirkungsvollen Aphrodisiakum wird sie durch den
anregenden Wirkstoff Apiol.
Petersilie wurde deshalb auch den Philtren, den Liebesgetränken
zugesetzt. Eine Nebenwirkung des Liebesappetitmachers (Name: "Stehsalat")
war, daß mit der Frequenz der Liebesnächte auch die Wahrscheinlichkeit
wuchs, schwanger zu werden. Und so kam wiederum die Petersilie zum Zuge.
"Petersilie hilft dem Mann aufs Pferd, den Frauen unter die Erd"
hieß es, denn Männer wurden durch sie sexuell angeregt,
Frauen dagegen benutzen sie - wie den Dill
- als Abtreibungsmittel.
Auf diese Nutzung als Abtreibungsmittel (meist allerdings des Petersiliensamens)
beruht auch der alte
(also gar nicht so harmlose) Kinderreim:
"Petersilie, Suppenkraut, steht in unserm
Garten,
unser [Liesel] ist die Braut, kann nicht länger warten.
Roter Wein, weißer Wein, morgen soll die Hochzeit sein".
(Melodie)
Der rote Wein steht für Menstruation, der weiße für
das Sperma.
Damals nannte man auch die Gassen, in denen Prostituierte ihr Handwerk
betrieben (und die also Petersilie im oben erwähnten Sinne oft benutzten)
"Petersiliengassen", "Petersilienstraße" - oder "Petersilienmeile".
"Es hält Petersilie frei" hieß es auf dem Dorfe, wenn
ein Mädchen keinen Tänzer bekam.
Bei Hochzeiten wurde Petersilie verräuchert, um böse Geister
und Unglück von den frisch Vermählten fernzuhalten. Beim Räuchern
wirken Petersilienblätter reinigend, desinfizierend und harmonisierend;
man kann sie gut mit Thymian, Salbei, Kalmus, Ysop und Myrrhe mischen.
Petersiliensamen Petersilie im Pflanzenshop
Geschenktipps:
Kräuterstein Petersilie
Geschenktipp:
Email-Kräuterschild Petersilie
zurück
zum Kalenderblatt
Aktualisiert am 29.07.2010
|