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Zauberpflanze Mandragora officinarum / vernalis AlrauneAlraune Mandragora Foto Brandt

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Dollwurz, Galgenmännchen, Menschenwurzel, Satansapfel, Springwurz, Wurzelknecht, Zauberwurzel

Mandragora Abbildung aus dem Anholter Kräuterbuch Copy Schloss MoylandAlraune Mandragora - ietro de Crescenzi 1583

Diese Pflanze war einst fast die berühmteste des Altertums, wurde wie heutzutage das Morphium gebraucht, war aber noch mehr als Zaubermittel berühmt, zu welchem Zwecke man künstliche Alraunen machte und andere Wurzeln dafür ausgab. Jetzt sind noch die Blätter, die Wurzel und Früchte (Schlafäpfel) als Fol., Herb., Cortex radicum und Fructus Mandragorae gebräuchlich. Ich führe sie nur der Merkwürdigkeit wegen auf, weil síe in den Köpfen abergläubischer Leute noch immer als ein wichtiges Heilmittel gilt, denn bei uns ist sie nicht offizinell und kaum irgendwo zu haben. Man kann sie wie die Belladonna ziehen, muß aber die Pflanze im Winter mit Laub bedecken.
(aus: Hermann Jäger "Der Apothekergarten" 1913)

Die berühmteste aller Zauberpflanzen ist die Alraune, deren Wurzel recht deutlich eine Menschengestalt erkennen läßt.
Diese Eigenschaft war der Anlaß, dieser Pflanze viele magische Eigenschaften zuzuweisen.

Keinem anderen Gewächs wurde so viel Interesse und Beachtung geschenkt.
Das liegt wohl auch daran, daß man sie im Laufe der Zeit in Volkserzählungen mit so viel Mysterium umgab, daß sie mehr und mehr nicht nur für die mächtigste, sondern auch für die gefährlichste aller Zauberpflanzen gehalten wurde.

Sie war ein sehr wirksamer Bestandteil von Hexensalben und -tränken.
Man glaubt, daß die Hl. Johanna von Orleons ihre Siege über die Engländer einem Alraunenmännchen verdankte; auch Wallenstein, der große Kriegsheld, soll im Besitz eines solchen gewesen sein.

Da stehen sie umher und staunen,
vertrauen nicht dem hohen Fund;
der eine faselt von Alraunen,
Der andre von dem schwarzen Hund
(aus: Johann Wolfgang von Goethe, Faust)

Alraunenmännchen waren äußerst schwer zu beschaffen. Wer sie mit bloßen Händen plückte, starb oder wurde verflucht, daher mußte die Wurzel von einem Hund ausgegraben werden! Beim Ausgraben der Wurzel stieß die Pflanze angeblich einen Schrei aus, der alle hörenden in den Wahnsinn trieb. Angeblich wuchs sie dort, wo Menschen gehängt wurden.
Dieser kostbare Schatz wurde mit einem Hemd bekleidet in mit Samt und Siede ausgeschlagenen Kästchen aufbewahrt!
Stets vererbte der Vater das kostbare Stück dem Sohn, der ihm dafür ein Stück Brot und ein Geldstück in den Sarg legen mußte.

Warum so ein Aufwand?
Die Alraune verhalf dem glücklichen Besitzer angeblich zu Geld und Ehren, heilte (schon seit der Antike) Krankheiten, galt als potenzsteigerndes Mittel, half Frauen bei der Geburt, und schützte das Vieh vor dem Verhexen. Als Amulett getragen, half sie gegen Zauber und bei Verwundungen aller Art.

Sie ist eine der ältesten Arzneipflanzen. Im volkstümlichen Gebrauch wurde eine Tinktur aus Mandragorae radix gegen Magengeschwüre, Koliken, Asthma, Heufieber und Keuchhusten verwendet. Die schmerzstillende Substanz Scopolanum der Alraune wurde selbst vor gar nicht allzulanger Zeit noch vor allem in angelsächsischen Ländern zur Narkosevorbereitung eingesetzt.

Bei soviel Wunderkraft ist es kein Wunder, daß manch einer sein Geld machte, indem er falsche Alraunen verkaufte - häufig Zaunrüben, Siegwurz oder gelbe Rübenwurzeln!

In der von Harry-Potter-Welt ist die Alraune eine Zaubertrankpflanze die, wenn ihre komplizierte Zucht gelingt, gegen böse Zauber wirkt.

Alraune als Liebespflanze

 Liebespflanze Die Früchte der Alraune waren der Liebesgöttin Aphrodite geweiht, die deshalb auch den Beinamen "Mandragoritis, Göttin der Alraune" trug.

In der biblischen Erzählung hat das hebräische Wort, das wir mit Alraun übersetzen, die gleiche sprachliche Wurzel wie „lieben“. Daher wird der Alraune auch im Englischen als Liebesapfel genannt. Die Araber bezeichneten sie als Teufelsäpfel oder Satansfrucht, da sie die Begierde, die sie angeblich weckte, für böse hielten.

Nach Plimius d. Ä. war es die Alraunenwurzel, die Phaon trug, zu verdanken, daß Sappho sich in ihn verliebte.

Hildegard v. Bingen beschreibt ausführlich die magischen, angeblich die Erotik stimulierenden Kräfte, die sie mit Einfluß des Teufels in Zusammenhang bringt.

Nach alten Volksglauben soll die Frucht der Alraune, als Liebesapfel bezeichnet, einen Mann verleiten, ich zu verlieben, wenn man ihm diese an St. Agnes-Abend (20.1.) überreicht.

Als Rauchwerk (Blätter) ist die Alraune stark enthemmend.

Machiavelli, der italienische Staatsmann und Schriftsteller (1469 - 1527) schrieb eine ebenso anstößige wie heitere Komödie "Mandragora", in der die Alraunwurzel und ihre damalige Rolle im Leben der Völker ihre Rolle hat.
Shakespeare erwähnte die Alraune in einigen seienr Stücke...

Die klügsten Waldgeister sind die Alräunchen,
langbärtige Männchen mit kurzen Beinen,
Ein fingerlanges Greisengeschlecht.
Woher sie stammen, man weiß es nicht recht,
(Heinrich Heine, Waldeinsamkeit)

Mandragora officinarum Samen

Linktips:

Die Alraune Aufsatz von Harald Hansen
Videodoku des Vortrags "Zauberwurzel Alraune" von Dr. Phil. C. Müller-Ebeling, 2005
Die Alraune in der Wikipedia-Enzyklopädie
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Galgenmännlin (Alraune)
Heinrich Heine: Mandragora

Buchtipps:

Kreuter, Marie-Luise Wunderkräfte der Natur. Alraune, Ginseng und andere Wurzelwunder 194 S. Ariston München 1998
Rätsch, Christian Zauberpflanze Alraune 200 S. 163 S.. Nachtschatten 2005

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Aktualisiert am 26.11.2015