Zauberpflanzen: Vom Zauber der Pflanzen - einst und heute
Zauberpflanze Mandragora officinarum / vernalis AlrauneThemen:
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Dollwurz, Galgenmännchen, Menschenwurzel, Satansapfel, Springwurz, Wurzelknecht, Zauberwurzel(aus: Hermann Jäger "Der Apothekergarten" 1913) Die berühmteste aller Zauberpflanzen ist die Alraune, deren
Wurzel recht deutlich eine Menschengestalt erkennen läßt.
Keinem anderen Gewächs wurde so viel Interesse und Beachtung
geschenkt.
Sie war ein sehr wirksamer Bestandteil von Hexensalben und -tränken.
vertrauen nicht dem hohen Fund; der eine faselt von Alraunen, Der andre von dem schwarzen Hund (aus: Johann Wolfgang von Goethe, Faust) Alraunenmännchen waren äußerst schwer zu beschaffen.
Wer sie mit bloßen Händen plückte, starb oder wurde verflucht,
daher mußte die Wurzel von einem Hund ausgegraben werden! Beim Ausgraben
der Wurzel stieß die Pflanze angeblich einen Schrei aus, der alle
hörenden in den Wahnsinn trieb. Angeblich wuchs sie dort, wo Menschen
gehängt wurden.
Warum so ein Aufwand?
Sie ist eine der ältesten Arzneipflanzen. Im volkstümlichen Gebrauch wurde eine Tinktur aus Mandragorae radix gegen Magengeschwüre, Koliken, Asthma, Heufieber und Keuchhusten verwendet. Die schmerzstillende Substanz Scopolanum der Alraune wurde selbst vor gar nicht allzulanger Zeit noch vor allem in angelsächsischen Ländern zur Narkosevorbereitung eingesetzt. Bei soviel Wunderkraft ist es kein Wunder, daß manch einer sein Geld machte, indem er falsche Alraunen verkaufte - häufig Zaunrüben, Siegwurz oder gelbe Rübenwurzeln! In der von Harry-Potter-Welt ist die Alraune eine Zaubertrankpflanze die, wenn ihre komplizierte Zucht gelingt, gegen böse Zauber wirkt. Alraune als LiebespflanzeIn der biblischen Erzählung hat das hebräische Wort, das wir mit Alraun übersetzen, die gleiche sprachliche Wurzel wie „lieben“. Daher wird der Alraune auch im Englischen als Liebesapfel genannt. Die Araber bezeichneten sie als Teufelsäpfel oder Satansfrucht, da sie die Begierde, die sie angeblich weckte, für böse hielten. Nach Plimius d. Ä. war es die Alraunenwurzel, die Phaon trug, zu verdanken, daß Sappho sich in ihn verliebte. Hildegard v. Bingen beschreibt ausführlich die magischen, angeblich die Erotik stimulierenden Kräfte, die sie mit Einfluß des Teufels in Zusammenhang bringt. Nach alten Volksglauben soll die Frucht der Alraune, als Liebesapfel bezeichnet, einen Mann verleiten, ich zu verlieben, wenn man ihm diese an St. Agnes-Abend (20.1.) überreicht. Als Rauchwerk (Blätter) ist die Alraune stark enthemmend. Machiavelli, der italienische Staatsmann
und Schriftsteller (1469 - 1527) schrieb eine ebenso anstößige
wie heitere Komödie "Mandragora", in der die Alraunwurzel und ihre
damalige Rolle im Leben der Völker ihre Rolle hat.
Die klügsten Waldgeister sind die Alräunchen,
Linktips:Videodoku des Vortrags "Zauberwurzel Alraune" von Dr. Phil. C. Müller-Ebeling, 2005 Die Alraune in der Wikipedia-Enzyklopädie Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Galgenmännlin (Alraune) Heinrich Heine: Mandragora Buchtipps:Rätsch, Christian Zauberpflanze Alraune 200 S. 163 S.. Nachtschatten 2005 Baumelf / Blumenelfe / Gartenelf Malve / Gartenelf Rose
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