Zauberpflanzen / Zauberkräuter- Volksbrauchtum, Pflanzenwissen einst und heute um Hexenkräuter, Heilkräuter, Küchenkräuter, Liebespflanzen, Räucherpflanzen, Wetterpflanzen u.v.m.Zauberpflanzen: Vom Zauber der Pflanzen - einst und heute

Zauberpflanzen, Zauberkräuter | ZauberpflanzenZauberpflanzen A-Z | HeilpflanzeHeilpflanzen | HexenpflanzenHexenpflanzen | LiebespflanzenLiebespflanzen | RaeucherpflanzenRäucherpflanzen | WetterpflanzenWetterpflanzen

KalenderblattMagische Tage | Zauberhafte LinksLinktipps | Sitemap  Zauberpflanzen, ZauberkräuterSitemap | GrusskartenserviceGrusskarten | KontaktKontakt / Impressum | Wer hinter dieser Homepage stecktPersönliches | To our English guests: You can have a translation into English when you click herePour nos visiteurs français: Vous obtiendrez une traduction en français en cliquant ici

Zauberpflanze Crocus sativus Safran, HerbstkrokusCrocus sativus Safran Foto: Frau Sylvia Vollmer

Zauberpflanzen:
Apfel
Bärlauch
Baldrian / Beifuss
Beinwell / Brennessel
Christrose
Dachwurz
Efeu / Eibe / Erdbeere
Farn / Fenchel
Flieder / Frauenmantel
Ginkgo
Haselnus / Herbstzeitlose
Holunder
Johanniskraut
Knoblauch
Lavendel / Linde
Löwenzahn / Lungenkraut
Maiglöckchen / Malve
Mandragora / Minze
Mistel / Mohn
Petersilie
Rosmarin
Safran / Salbei
Thymian
Waldmeister / Wegwarte
Weide / Weinraute

- Weitere Zauberpflanzen

Themen:
Amulette
Aphrodite
Beruf- / Beschreikräuter
Blumensprache
Buchtipps
Heilpflanzen
Hexenpflanzen
Linktipps
Liebespflanzen
Orakelpflanzen
Räucherpflanzen
Weihkräuter
Wetterpflanzen

Magische Tage:
Dreikönige
Dreisgenzeit
Johannistag
Maria Himmelfahrt
Silvester
Thomastag
Walburgisnacht

Sonstiges:
Sitemap
Grußkartenservice
Datenschutz
Impressum
Kontakt
Persönliches

To our English guests: You can have a translation into English when you click herePour nos visiteurs français: Vous obtiendrez une traduction en français en cliquant ici

Home

zurück nach oben

Gelbe Würze, Gewürzsafran, Herbstsafran, Nackthure, Saffron, Safranwürze, Suppengelb

Safrankrokus sieht dem Frühlingskrokus ähnlich, blüht aber im Oktober; deshalb der Name "Herbstkrokus" (nicht zu verwechseln mit der Herbstzeitlosen). Im Oktober erscheint auf einem kurzen, hohen Schaft die Blüte, erst dannach bilden sich die die grasartigen Blätter aus, die im Frühjahr absterben (daher der Name: Nackthure). Safran ist ein Zwiebelgewächs aus der Familie der Schwertlilien.

LiebespflanzeDie kräftigende, herzstärkende und aphrodisierende Wirkung des psychoaktiven Safrans war schon in der vorchristlichen Zeit bekannt und auch als Halluzinogen und Opiumersatz war er beliebt. Dioskurides verordnete ihn bei krampfartigen Schmerzen; in der islamischen Medizin stärkt er den Geschlechtstrieb. Die alten Phönizier bereiteten zu Ehren ihrer Liebesgöttin stark safrangewürzte Kuchen, wenn sie sich Glück in der Liebe wünschten.
Marc Aurel badete in Safranwasser, weil es die Haut verschönte und angeblich auch die Manneskraft steigerte.
In Indien, der Heimat dieses Gewürzes, sollen sich die Frauen Safranfäden in ihr Schamhaar weben, um ihre Männer "anzumachen"!

Safran ist in der Ayurveda-Medizin eines der wichtigsten Liebesgewürze; als Tee und Wein steigert es die Sinnlichkeit im erotisch-sexuellen Bereich, als Gewürz die Vitalität und Energie.

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt - mehr zum Safran in der Küche hier.

Im Mittelalter wurde in ganz Europa dem optischen Erscheinungsbild einer Speise höchste Bedeutung beigemessen, denn die gedeckte Tafel sollte Macht und Reichtum zur Schau stellen. Folglich wurde jedes Fleischgericht, sei es gekocht oder am Spiess gebraten, vergoldet, das heisst mit einer leuchtend gelben Zubereitung auf Safranbasis überzogen. Aufgrund der hohen Steuerabgaben, mit denen das aromatisch duftende Luxusgewürz belegt war, mussten schon die damaligen Gourmets tief in die Tasche greifen, um die benötigten Mengen zu bezahlen. Aus einem englischsprachigen Dokument aus der Zeit um 1400 geht hervor, dass der Wert von 500 Gramm Safran dem eines Pferdes entsprach.
Nachweislich wurden damals Händler, die ihn verfälscht hatten, mit der Todesstrafe durch Verbrennen bestraft.
Ein minderwertiger Safranersatz oder -beigabe sind u. a. Saflor (Carthamus tinctorius), auch Färber- oder Öldistel genannt, die getrockneten zerriebenen Rhizome der Gelbwurz (Curcuma longa - "indischer Safran" ), Tagetesblüten, Arnikablüten, Maisbartfäden, Löwenzahnblüten, Granatapfelblüten oder auch Ringelblumen. Wie erkennt mn echte Safran? Legen Sie einen Faden in warmes Wasser ; wenn er dieses intensiv rotgelb färbt und das Wasser jetzt gut reicht, ist es echter Safran. Oder beim Kauf: echter Safran färbt beim Zerreiben die Finger dunkelrot. Vor allem in den arabischen Ländern sollte man aufpassen - dort wird heute noch "echter" Safran "ganz billig" angeboten - eben meist mit diesen Ersatzpflanzen, die dann längst nicht den typischen Geschmack haben. Mindestens 4 € pro Gramm kostet "echter" Safran (der mit Griffelresten vermengt als Crocus naturalis, von Griffelresten befreit als Crocus electus) angeboten wird). Safran ist auch Bestandteil sogenannter" Schwedenkräutermischungen".

Früher färbte man mit ihm nicht nur Butter und Käse, sondern auch Gardinen und andere Gewebe. Die starke Färbung ergibt sich durch den Farbstoff Krozin (0,1 g. Safran färben 3 Liter intensiv gelb).

Beklagenswerterweise ist dieses Gewürz in den Küchen genauso selten wie der Safrankrokus in den Gärten - obwohl Fisch und Reis sehr gewinnen, wenn man dem Kochwasser eine Messerspitze Safran beigibt. Der Safrankrokus und die anderen herbstblühenden Arten blühen im September und Oktober. Im Frühjahr entwickeln sie schmale, beinahe grasartige Blätter, den Sommer über ruht die Knolle, aus der dann sehr schnell die Blüte schießt. In ihrer Heimat, den Mittelmeerländern, nutzen diese Krokusarten auf solche Weise die Frische des Frühlings und übergehen die sengende Hitze des Sommers. Im August müssen die Knollen (es sind wirklich Knollen, keine Zwiebeln!) der Herbstkrokusse in die Erde gebracht sein, und wer es für diesmal verpaßt hat, muß es fürs nächste Jahr vormerken und zeitig genug in einer "besseren" Staudengärtnerei seine Bestellung aufgeben. Natürlich kommen auch die Herbstkrokusse Jahr für Jahr wieder, wenn der Boden nicht zu schwer und der Schatten nicht zu tief ist. Es gibt sie übrigens in mehreren Blau- und Lilatönen, dazu in Weiß - nur das Gelb fehlt. (Jürgen Dahl)

"In den Mund - aus Mund!" Mund ist eine Gemeinde des Bezirks Brig, im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Mund ist der einzige Ort in der Schweiz, in der die Gewürzpflanze Safran angebaut und kultiviert wird. Der Safran ist wahrscheinlich von einheimischen Söldnern, sogenannten Reisläufern, welche in der Fremde Kriegsdienst leisteten, im 15. Jahrhundert in das Dorf gebracht worden. Die ältesten schriftlichen Nachweise des Schweizer bzw. Munder Safrans sind aus dem 19. Jahrhundert.
Mehr dazu (mit Bildergalerie)

Linktipps

Safran- Webtipps
Safranrezepte

Buch- und Geschenktipps:

Fischer-Rizzi, Susanne Das Safrankochbuch - Gold in der Küche
Humphries John The Essential Saffron Companion

Romane um den Safran:
Die Safranhändlerin / Safran für Venedig von Helga Glaesener
Koriandergrün und Safranrot von Preethi Nair

Spanisches Safranpulver
Schuhbeck Safran Fäden
Zotter - Safran mit Pistazie Schokolade
Safran gemahlen 1g
EOS Safran Haar-Pflanzenfarbe von Wella
Räucherstäbchen safran Sandal aus Südindien
DVD Safran - Ein blühendes Geschäft Regie: Andrea Hauner Die GEO-Reportage folgt dem Gewürzhändler Jean-Marie Thiercellin beim Einkauf der neuen Safranernte in Marokko.
CD Safran von El Houssaine Kili

Dragonspice Naturwaren

Besuchen Sie jetzt Rosen-Direct.de

Aktualisiert am 26.11.2015