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Brautkraut, Hochzeitsblümchen, Hochzeitskraut, Kranzenkraut, Marienkraut, Meertau, Rosmarein, Röslimarie, Rosmariggen, Weihrauchkraut, Antonkraut, Rosmary

Heilpflanze des Jahres 2011

"Ros maris", der Tau des Meeres, ist ein immergrüner, bis zu 1,5 m hoher verholzender Strauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) Über die Entstehung des Rosmarinstrauches gibt es eine griechische Sage. Leukothoe, die Tochter des persischen Königs Orchamos, ließ sich von Helios "missbrauchen", weshalb ihr zürnender Vater sie tötete, indem er sie lebend in ein Grab einschloß. Aus diesem erwuchs durch die Macht des Sonnengottes ein Rosmarinstrauch, schön grünend und duftend.

In Ägypten war Rosmarin ein wichtiges Kraut für rituelle Räucherungen. In Belgien gilt der Rosmarin als Symbol des Lebens; hier bringt nicht der Storch die Kinder zur Welt, sondern sie werden aus einem Rosmarinstrauch geholt.
Rosmarin begleitet den Menschen das ganze Leben lang. Man schenkte sich Rosmarinzweige zum Abschied ("Und da ist Rosmarin, das ist für die Treue" läßt Shakespeare in Hamlet sagen). Beim Tod schließlich legte man jedem Sarg ein Rosmarinsträußchen bei. Sargträger trugen als Schutz gegen ansteckende Krankheiten und den Tod immer ein Rosmarinsträußchen bei sich.

Ich hab die Nacht geträumet, wohl einen schweren Traum.
Es wuchs in meinem Garten ein Rosmarienbaum
Ein Kirchhof war der Garten, das Blumenbeet ein Grab
Und von dem grünen Baume fiel Kron und Blüten ab.
Die Blüten tät ich sammeln in einem goldnen Krug.
Der fiel mir aus den Händen, dass es in Stücke schlug.
Draus sah ich Perlen rinnen und Tröpflein rosentot.
Was mag der Traum bedeuten? Herzliebster, bist du tot?

Dieses alte Volkslied deutet auf den Aberglauben hin, daß ein Rosmarinstrauch eine düstere Todesahnung war. Es heißt aber auch, wenn man während des Schlafes seinen Duft atmet, dann bliebe man von bösen Träumen verschont.

Rosmarin war unschätzbar als Waffe gegen schwarze Magie. Die Alchemisten versuchten damit ein "Allheilmittel", den "Pflanzenstein", herzustellen, den sie als Geschenk an die "guten Geister" empfahlen.

Im Mittelalter war Rosmarin ein hochgeschätztes Küchenkraut. Noch heute gilt er in der Kochkunst Frankreichs und Italiens als unentbehrlich. Rosmarinblätter haben ein würzig-bitteres Aroma, das besonders gut mit Fleisch harmoniert. Die Italiener nehmen das Kraut auch zu gebratenem Fisch und würzen ihre Suppen und Soßen damit. Früher nahm man Rosmarin zum Bierbrauen und setzte ihn dem Wein zu. Rosmarin hat einen unverkennbar herb-bitteren, würzigen, harzigen Geschmack, der ihn bei vielen mediterranen Speisen einfach unverzichtbar macht.

Seine Triebe soll man drei Tage vor Vollmond ausbrechen, dann wird die Pflanze stärker und nadelreicher.
Einen Nachteil hat der Rosmarin, er ist normalerweise nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte Sorten.

Rosmarin kann pur verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Lavendel,Thymian, Basilikum, Wacholder, Melisse,Ysop. Der Räucherduft shüttelt und muntert auf, stärkt die Bereitschaft, etwas zu tun.

Liebespflanze Rosmarin, der "Meertau", war in seiner griechischen Heimat der Göttin Aphrodite geweiht. Die Griechen bereiteten einen Wein aus seinen aromatischen Blättern zu; "Rosmarinwein trinken" bedeutete bei ihnen soviel wie "eine Liebelei haben". Die Römer schmückten mit Rosmarinkränzen ihre Hausaltäre.

Als Sinnbild der Liebe und Treue war Rosmarin seit der Zeit Karls des Großen in Europa als Hochzeitsblume verbreitet. Dann wurde das symbolisch für die Treue stehende Rosmarin schließlich "das" Hochzeitskraut (Anna von Kleve trug bei ihrer Hochzeit mit Heinrich VIII im Jahr 1540 gar eine Krone aus Rosmarin), bis es durch die Myrthe abgelöst wurde. Doch wird es heute noch von manchen Bräuten im Kranz getragen. Als Liebeskraut sollte ein blühender Rosmarinzweig denjenigen, der damit berührt wurde, sich verlieben und bald verheiraten lassen, und ein Mann, der sich dem Rosmarinduft gleichgültig zeigt, stand auch in dem Ruf, zu echter Liebe einer Frau gegenüber nicht fähig zu sein.

Die anregende Wirkung und dessen Reichtum an ätherischem Rosmarinöl bezeugte schon Leonhard Fuchs in seinem "New Kreutterbuch" aus dem Jahre 1543:
"Rosmarin stärkt das Hirn und allerley Sinne.
Es ist gut zu zitternden und lahmen Gliedern".

Schon ans Revers gesteckt führte Rosmarin einst zur Liebsten,
ins Essen gestreut "verführt" es heute zum Liebes-"Hunger".

Wenn man einem alten frz. Kräuterbuch glauben darf, dann schärft der Rosmaringenuß den "Blick der Männer für weibliche Reize". Rosmarin ist aber auch nützlich, wenn man sich von der / dem Geliebten trennen will, damit man ihre Mängel erkennt und sich so leichter trennt...

Heinrich VIII, dessen hoher Frauenverschleiß Liebeskraftstoff unerläßich machte, würzte sogar sein Baiser zum Dessert mit Rosmarin. Das "Kraut gegen Herzklopfen und zur Belebung der Sinne" nennt es Schuhbeck.
Die französische und italienische Küche kommen bekannterweise ohne das Kraut nicht aus. (Die Männer dieser Länder werden gerühmt als gute Liebhaber, ob da ein Zusammenhang besteht?).
Aphrodisierend wirkt auch ein Rosmarinbad. Es entspannt und erfrischt zugleich, steigert die Sensibilität und Hautdurchblutung und hinterläßt eine angenehm sich seidig anfühlende Haut, die zu heißen Umarmungen verführt

Auf ein Butterbrot mit Salz vermischt verhindert Rosmarin Atemgeruch - falls nötig.


Einige Sorten sind sogar recht winterhart (z. B. die Sorte 'Sudbury Blue'). Schön auch: Rosmarin 'Majorcan Pink'.
Frostempfindlich ist der hängende Rosmarin oder kriechende Rosmarin Rosmarinus officinalis 'Prostratus', gut geeignet für Ampeln oder Mauern.
Hängender Rosmarin Foto BrandtHängender Rosmarin

Buchtipp: Thomsen, Evelyn Gesund und fit mit Ringelblume und Rosmarin - das heilkräftige Duo aus dem Garten Seehamer Weyarn 1999

Linktipps:

Kräuterschild Rosmarin
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Rosmarin-Rezepte
Rosmarin-Gedichte und -zitate
Rose Rosmarin

Aktualisiert am 02.08.2016