Zauberpflanzen: Vom Zauber der Pflanzen - einst und heute
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Allein die vielen Volksnamen zeigen die Bekanntheit dieser Pflanze.
Der Name Gundermann spielt auf seine Anwendung gegen Vereiterungen (althdt. gund, „Eiter”) an, " Erd- Efeu" kommt vom lateinischen Zusatz „hederacea“ - Efeu kriecht bekannterweise meist in die Höhe, Gundermann aber auf der Erde; "Guck-durch-den-Zaun" oder „Heckenmädchen“ sind daher bezeichnende Namen. Es wurde der Pflanze nachgesagt, sie sei mit dem Donner und daher mit dem Gott Thor verbunden, daher ihr alter Name Donnerrebe. Gundermann durchwuchert mit seinen Ausläufern den feucht-kühlen Boden unserer Hecken, findet sich an Zaunrändern und alten Mauern. Er wird von manchen leider als "Un-kraut" definiert, dabei ist er aber ein "angenehmer" Wucherer, der sich in einem Kübel „bändigen" läßt, gefällig sieht er auch unter Margueritenbüschen aus und in der Ampel wirkt er fast edel.
Die an Efeu erinnernden Blättchen enthalten viel Vitamin C und
sind deshalb ein gesunder Salatzusatz. Allerdings sollte man wieder auch
nicht zu viele Blättchen verwenden, da diese einen recht scharfen
Geschmack haben. Sie können deshalb auch zerrieben als Pfefferersatz
verwendet werden. Im Frühjahr kann man Gundermann als Spinat oder
als Kräutersuppe zubereiten, zu Geschnetzeltem oder im "Feld-, Wald-
und Wiesen-Salat" verwenden. Die zarten, feingehackten Gundermannblättchen
verleihen Salatsaucen oder dem Kartoffelsalat ein ganz neues Aroma. Traditionell
ist er vertreten in den Gründonnerstagsspeisen.
. Und etwas ganz Besonderes (gibt es in keiner Eisdiele!) ist:
Gundermann-Eis
- das schmeckt und ist gesund"
Die Insekten lieben ihn übrigens sehr; zumindest im Naturgarten sollte er deshalb seinen Platz haben!
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