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Zauberpflanze Levisticum officinale Liebstöckel, Maggikraut

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Badkraut, Gichtstock, Labstock, Leberstockkraut, Liebrohr, Lieberstöckel, Luststecken, Luststöckl, Sauerkrautwurzel, Sipe

Liebstöckel, kräftiges Kraut, dich zu nennen im duftenden Dickicht
Heißt mich die Liebe, mit der ich im Gärtchen alles umfasse.
Zwar durch Saft und Geruch, so glaubt man, soll diese Pflanze
Schaden den Zwillingssternen der Augen und Blindheit bewirken.
Aber die kleinen Samen der Pflanze pflegen doch manchmal als Beisatz
Andrer Arznei durch fremdes Verdienst sich Lob zu erwerben
(Walahfrid Strabo, Hortulus)

Erstmals erwähnt wird Liebstöckl als "Sipe" in der Landesgüterverordnung Karls des Großen um 800. In fast allen mittelalterlichen späteren Kräuterbüchern wird Liebstöckel als heilendes Kraut erwähnt - die Heilige Hildegard von Bingen z. B. verordnete Liebstöckel bei Lungenschmerzen und Wassersucht. Heute noch findet sich das Kraut in vielen "Bitterschnäpsen" und "Kräutertropfen", die als Verdauungshilfe gedacht sind.
Gegen Hexenzauber und schwarzmagische Verwünschungen sollte es helfen. Deshalb gehörte Liebstöckel auch in das Kräuterbüschel, das an Mariä Himmelfahrt in den Kirchen geweiht wurde.
In Harry Potters Welt wird es als Zutat zu berauschenden und verwirrenden Zaubertränken benutzt.

Liebstöckl kann überall (aber sparsam!) verwendet werden, wo ein kräftiges Fleischbrüharoma gebraucht wird. Der eigentümliche Geruch und Geschmack nach Suppenwürze (Maggi`s Suppenwürze - dafür wurde aber niemals dieses Kraut verwendet) verlieh der Pflanze im Volksmund den Namen "Maggikraut"; wobei es aber nicht ganz so salzig schmeckt,so daß man es auch für Käse- und Quarkspeisen verwenden kann.

Liebstöckl ist in der Landgüterverordnung von Karl dem Großen aufgeführt.

Liebespflanze Liebstöckel - der volkstümliche Name "Luststecken" verrät es am ehesten - zählt zu den Liebespflanzen.
Er vermittelt ein wärmendes, wohliges Gefühl. Wollte der Geliebte nicht so richtig anbeißen, sollte "Frau" ihm einen Absud von Wurzeln und Blättern ins Badewasser gießen... Es geht aber auch mit einem Tropfen ätherischem Liebstock-Öl.

Einen Badezusatz der besonderen Art, der nicht nur als Liebeszauber dient, sondern auch Unterleibsbeschwerden lindert, erzielt man, indem 50 Gramm getrocknete Wurzel in ca. einem Liter Wasser aufgekocht und dann auf 5 Liter verdünnt werden.

Der Name an sich hat weder mit Liebe noch mit einem Stock zu tun, denn er kommt vom früheren Namen Ligustrum Levisticum - lat. libusticum ligusticum = Kraut aus Ligurien. Doch es war immer schon ein "liebes Stöckl", in dessen Kräfte man Vertrauen setzen konnte.

Wenn man Dioscorides glauben will: "Wurzel und Samen des Liebstöckel treiben den Harn und verhelfen Männern und Frauen nicht nur zu unkeuschen Gelüsten, sie tun es auch mit Begierde und Wonnen hernach".

In Norditalien tragen die Mädchen ein Liebstöckl-Sträußchen unter dem Rock um den Auserwählten zu becircen und in Böhmen wurden schon kleine Mädchen im Liebstöckl-Badewasser gewaschen, damit sie später Männern gefallen würden.

Auch vom Geschmack her lassen sich "aphrodisische" Schlußfolgerungen ziehen - zuerst süßlich, dann scharf würzig!
Wenn Frauen früher ein mit Liebstöckl gewürztes Gericht zu Tisch brachten, war das für die Männer ein Wink für bevorstehende Liebesfreuden! Liebestränke aus der frischen Wurzel galten als besonders anregend, sie enthält auch die in der Arznei verwendeten Stoffe am stärksten. Sehr gut paßt es zu Majoran, Zwiebeln und Knoblauch - das wäre dann eine geballte Ladung an aphrodisischen Zutaten!

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Aktualisiert am 03.10.2016